Sie haben eine Liste von URLs. Was jetzt?
Angenommen, Sie stehen gerade zum ersten Mal vor diesem Tool: Sie haben eine Handvoll oder auch ein paar hundert URLs Ihrer Website zusammengetragen und fragen sich, wie daraus eine sitemap.xml wird, die Google und Bing akzeptieren. Tragen Sie die URLs oben ein, eine pro Zeile reicht meist schon. Der Generator kümmert sich um das XML-Grundgerüst, die korrekte Zeichenkodierung und optional um lastmod, changefreq und priority je URL. Am Ende laden Sie eine fertige Datei herunter, die Sie unter /sitemap.xml auf Ihrem Server ablegen.
Ein Punkt, der beim ersten Ausprobieren oft übersehen wird: Eine Sitemap ist kein magischer Indexierungs-Knopf. Sie ist eine Einladung an den Crawler, bestimmte URLs zu besuchen. Ob eine Seite tatsächlich in den Index aufgenommen wird, entscheidet Google weiterhin selbst, abhängig von Inhalt, interner Verlinkung und technischer Erreichbarkeit.
Warum das Format überhaupt so aussieht
Eine Sitemap ist im Kern eine simple XML-Datei nach dem Sitemap-Protokoll 0.9:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9">
<url>
<loc>https://example.com/</loc>
<lastmod>2026-04-01</lastmod>
<changefreq>weekly</changefreq>
<priority>1.0</priority>
</url>
</urlset>
Jedes <url>-Element steht für eine Seite. Das Tool erzeugt diese Struktur automatisch aus Ihrer Eingabe, Sie müssen die spitzen Klammern nicht selbst tippen.
Die vier Felder und was sie wirklich bewirken
- loc: die vollständige URL mit Protokoll. Das einzige Pflichtfeld.
- lastmod: Datum der letzten Änderung im ISO-Format. Optional, aber Google berücksichtigt dieses Feld erfahrungsgemäß recht stark bei der Entscheidung, wie oft eine Seite erneut gecrawlt wird.
- changefreq: ein Hinweis wie
dailyodermonthly. Keine Garantie, Google crawlt nach eigenem Ermessen unabhängig von diesem Wert. - priority: Wert zwischen 0.0 und 1.0, rein relativ innerhalb Ihrer eigenen Sitemap. Google hat wiederholt bestätigt, dass dieses Feld für das Ranking praktisch keine Rolle spielt.
Wenn Sie die Datei fertig haben: drei Schritte
- Datei unter
/sitemap.xmlim Root Ihrer Domain ablegen. - In der
robots.txtreferenzieren, damit auch Crawler sie finden, die nicht über die Search Console laufen:Sitemap: https://ihre-domain.de/sitemap.xml. Unser robots.txt Generator hilft dabei. - In der Google Search Console und in den Bing Webmaster Tools unter „Sitemaps" einreichen und den Status im Blick behalten.
Grenzen, an die Sie irgendwann stoßen
- Maximal 50.000 URLs pro einzelner Sitemap-Datei, maximal 50 MB unkomprimiert.
- Mehr URLs als das? Dann brauchen Sie einen Sitemap-Index, also eine Datei, die auf mehrere Einzel-Sitemaps verweist. Dieses Tool erstellt aktuell eine einzelne Sitemap, für sehr große Projekte müssten Sie die Ausgabe entsprechend aufteilen.
- Nehmen Sie nur kanonische URLs auf. Duplikate oder noindex-Seiten in der Sitemap verwirren den Crawler eher, als dass sie helfen.
- URLs, die mit 404, 301 oder einem 5xx-Status antworten, gehören nicht in die Sitemap. Google wertet eine hohe Fehlerquote als Qualitätssignal gegen die Seite.
Wann lohnt sich der Aufwand überhaupt?
Bei einer kleinen Seite mit zehn sauber verlinkten Unterseiten findet Google Sie meist auch ohne Sitemap. Der Nutzen wächst mit der Größe und Komplexität Ihrer Seite: bei tausenden Produktseiten, bei Inhalten, die mehr als drei Klicks von der Startseite entfernt liegen, bei neuen Domains ohne nennenswerte Backlinks oder bei Kampagnenseiten ohne interne Verlinkung. Für Bilder, Videos oder News-Inhalte gibt es eigene Sitemap-Varianten mit spezifischen Zusatzfeldern, die dieses Tool nicht abbildet.
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