Online Portscanner: TCP-Ports prüfen

Portscan für Server und IP-Adressen direkt im Browser: prüfen Sie offene TCP-Ports wie HTTP, HTTPS, SSH oder MySQL und finden Sie heraus, was von außen wirklich erreichbar ist.

Zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2026

80
HTTP
443
HTTPS
21
FTP
22
SSH
25
SMTP
53
DNS
3306
MySQL
8080
HTTP-Alt

Ein verbreiteter Irrtum: "geschlossen" heißt sicher

Ein Missverständnis begegnet mir bei Portscans immer wieder: Leute gehen davon aus, ein Port sei entweder "offen" oder eben "sicher zu". Tatsächlich unterscheidet ein Scan drei Zustände, und der Unterschied zwischen den letzten beiden ist für die Sicherheit entscheidend.

  • Offen: Ein Dienst antwortet, der TCP-Handshake wird mit einem SYN-ACK bestätigt.
  • Geschlossen: Der Host ist erreichbar und antwortet aktiv mit einem RST-Paket. Kein Dienst lauscht hier, aber der Server selbst ist sichtbar.
  • Gefiltert: Es kommt gar keine Antwort. Eine Firewall verwirft das Paket kommentarlos. Von außen ist das kaum von einem abgeschalteten Host zu unterscheiden.

Für alle nicht benötigten Ports ist "gefiltert" das eigentlich wünschenswerte Ergebnis, nicht "geschlossen". Ein geschlossener Port verrät einem Angreifer immerhin, dass dort ein Server lauscht, den er weiter untersuchen kann. Eine Firewall, die Pakete stillschweigend verwirft, gibt diese Information gar nicht erst preis.

Was ein Portscan technisch macht

Jeder von außen erreichbare Dienst lauscht auf einem bestimmten TCP- oder UDP-Port. Ein Scan testet systematisch eine Liste von Ports und ordnet jeden einem der drei oben genannten Zustände zu. So lässt sich nachvollziehen, welche Dienste tatsächlich von außen ansprechbar sind, und ob eventuell etwas offen steht, das besser verborgen bliebe: Datenbanken, Admin-Oberflächen, Redis, Elasticsearch.

Wichtige Ports im Überblick

PortDienstRelevanz
22SSHFernwartung, sollte per Key-only-Auth und Fail2Ban abgesichert sein.
25 / 465 / 587SMTPE-Mail-Versand, 465 und 587 laufen über TLS.
53DNSNameserver, TCP kommt vor allem bei größeren Antworten zum Einsatz.
80 / 443HTTP / HTTPSWebserver, Port 80 leitet meist auf 443 um.
110 / 995POP3 / POP3SMail-Abruf, wird zunehmend von IMAP verdrängt.
143 / 993IMAP / IMAPSMail-Abruf mit serverseitiger Ordnerstruktur.
3306MySQL / MariaDBGehört nicht ins offene Internet.
5432PostgreSQLGenauso: privat halten.
6379RedisOhne Authentifizierung und mit öffentlicher IP ein klassischer Einfallspunkt.
8080 / 8443Alternative HTTP/HTTPSHäufig Entwicklungs-Instanzen oder vergessene Admin-Oberflächen.

Wofür der Scan in der Praxis taugt

Nach dem ersten Missverständnis kommt meist die Frage, wofür man das Tool konkret braucht. Ein paar Situationen, in denen es sich bewährt hat:

  • Nach einem Deployment oder einer Firewall-Änderung kurz gegenprüfen, dass nur die gewünschten Dienste erreichbar sind.
  • Eine gerade angepasste UFW-, iptables- oder Cloud-Firewall-Regel testen, ob sie tatsächlich greift.
  • Bei einer Webanwendung, die nicht antwortet, herausfinden, ob der Webserver-Prozess das Problem ist oder die Firewall den Zugriff blockiert.
  • Vor einem DNS-Umzug sicherstellen, dass der neue Server bereits auf allen nötigen Ports erreichbar ist.

Verantwortungsvoller Umgang mit dem Tool

Rechtlicher Rahmen

Scannen Sie ausschließlich Systeme, für die Sie eine ausdrückliche Erlaubnis haben. Das Scannen fremder Server ohne Zustimmung kann in Deutschland als Ausspähen von Daten nach § 202a StGB oder als Vorbereitung einer Straftat nach § 202c StGB gewertet werden. Unser Tool führt nur begrenzte Scans auf einer Auswahl von Standard-Ports aus und loggt die anfragende IP zur Missbrauchsabwehr.

Absicherung in der Praxis

  • Firewall auf Deny-by-default stellen und nur explizit benötigte Ports freigeben.
  • SSH auf einen Nicht-Standard-Port legen, das reduziert zumindest den Grundrauschen automatisierter Bot-Scans.
  • Datenbanken an 127.0.0.1 oder ein internes Netz binden statt an eine öffentliche IP.
  • Fail2Ban oder CrowdSec gegen Brute-Force-Versuche einsetzen.
  • Nach Änderungen mit diesem Tool gegenprüfen, ob wirklich nichts durchgerutscht ist.

Datenschutz und Fair Use

Wir führen TCP-Connect-Scans gegen die angegebene IP auf einer Auswahl gängiger Ports durch. Die Abfrage ist ratenbegrenzt, personenbezogene Daten speichern wir nicht. Bitte respektieren Sie die Rechte Dritter.

Häufig gestellte Fragen zum Portscan

Warum ist "geschlossen" nicht dasselbe wie "sicher"?

Ein geschlossener Port antwortet aktiv und verrät damit, dass ein Server dort erreichbar ist. Für unbenutzte Ports ist "gefiltert" das bessere Ergebnis, weil die Firewall gar keine Antwort gibt und so weniger Angriffsfläche preisgibt.

Warum kann ich meinen Heim-Router nicht scannen?

Viele Anschlüsse laufen über CG-NAT und sind von außen gar nicht direkt adressierbar. Scannen Sie stattdessen einen konkreten, per Portfreigabe veröffentlichten Dienst.

Scannt das Tool auch UDP-Ports?

Nein, nur TCP. UDP kennt keinen Handshake, ein sauberer UDP-Scan braucht deutlich mehr Zeit und Wiederholungsversuche, das ist für ein öffentliches Browser-Tool nicht praktikabel.

Mache ich mich strafbar, wenn ich fremde Server scanne?

Das Scannen eigener Systeme ist unproblematisch. Bei fremden Systemen brauchen Sie eine Erlaubnis, im Zweifel über ein Bug-Bounty-Programm oder eine schriftliche Freigabe des Betreibers.