Ein Anruf beim Support, und die zweite Frage lautet immer gleich
Der Router zickt, Sie rufen beim Provider an, und nach dem Namen fragt die Hotline fast immer als Nächstes: "Welche IP-Adresse haben Sie gerade?" Genau für solche Momente ist diese Seite gedacht. Eine IP-Adresse ist eine Zahlenfolge, die Ihrem Gerät im Netz zugewiesen wird, ähnlich einer Postanschrift für Datenpakete. Ohne sie wüsste kein Server, wohin die Antwort zurückgeschickt werden soll.
Was Sie hier sehen, ist Ihre öffentliche IP-Adresse: die Adresse, mit der Ihr Router im Internet auftritt. Sie ist nicht identisch mit der internen Adresse Ihres Rechners, die meist so aussieht wie 192.168.1.42 und nur im Heimnetz gilt.
IPv4 und IPv6: zwei Adressformate im Parallelbetrieb
IPv4
Das ältere Format besteht aus vier durch Punkte getrennten Zahlen zwischen 0 und 255, zum Beispiel 93.184.216.34. Der Adressraum umfasst rund 4,3 Milliarden Kombinationen und ist seit Jahren erschöpft. Provider behelfen sich mit Carrier-Grade NAT: Mehrere Kunden teilen sich dabei dieselbe öffentliche IPv4-Adresse.
IPv6
Der Nachfolger besteht aus acht durch Doppelpunkte getrennten Hexadezimalblöcken, etwa 2001:0db8:85a3::8a2e:0370:7334. Der Adressraum ist praktisch unerschöpflich, über 340 Sextillionen Adressen sind theoretisch verfügbar. Die meisten Anschlüsse laufen inzwischen im sogenannten Dual-Stack-Betrieb, also mit IPv4 und IPv6 gleichzeitig.
Warum Ihr Rechner intern eine andere Adresse hat
Neben der öffentlichen IP existiert in jedem Heim- oder Firmennetz ein privater Adressbereich, der von außen nicht erreichbar ist. Reserviert dafür sind folgende Blöcke:
10.0.0.0/8172.16.0.0/12192.168.0.0/16
Ihr Router verteilt daraus per DHCP Adressen an alle angeschlossenen Geräte, meist aus dem Bereich 192.168.x.x. Nach außen tritt aber nur eine einzige Adresse auf: die öffentliche, die Sie oben auf dieser Seite sehen.
Wofür Sie die eigene IP tatsächlich brauchen
- Port-Forwarding einrichten: Für einen Spiele-Server, eine Überwachungskamera oder Zugriff auf ein heimisches NAS von unterwegs muss der Router-Anbieter oder die App die öffentliche IP kennen.
- VPN-Verbindung kontrollieren: Nach dem Verbindungsaufbau lohnt der Blick hierher, ob wirklich die IP des VPN-Anbieters angezeigt wird und nicht die eigene.
- Firewall-Regeln setzen: Administratoren tragen bestimmte IPs in Allow- oder Blocklisten ein, um Zugriffe auf interne Systeme zu steuern.
- Support-Tickets ausfüllen: Bei Verbindungsproblemen fragen Hoster und Provider fast immer nach der aktuellen IP.
- Geoblocking nachvollziehen: Manche Streaming-Inhalte werden je nach Land freigegeben oder gesperrt, der Anbieter liest den groben Standort aus der IP.
Was das Tool außer der IP noch zeigt
Neben der reinen Adresse blendet die Seite ein paar weitere Details ein, die bei der Fehlersuche helfen:
- User-Agent Ihres Browsers samt Betriebssystem, Browsername und Version.
- IPv4- und IPv6-Adresse getrennt, sofern beide verfügbar sind.
- Sprache und bevorzugte Zeichensätze, die Ihr Browser dem Server meldet.
Sieht wirklich jede Website meine IP?
Ja, technisch geht es gar nicht anders. Jeder Server, den Sie ansprechen, muss Ihre IP kennen, sonst könnte er seine Antwort nicht zustellen. Für sich genommen identifiziert die IP Sie nicht persönlich, sie erlaubt aber eine grobe Standortbestimmung auf Stadt- oder Regionsebene. Wer das vermeiden möchte, nutzt ein VPN oder Tor, beides verändert die nach außen sichtbare Adresse.
Datenschutz
Ihre IP-Adresse wird bei uns nicht dauerhaft gespeichert. Die Anzeige liest den HTTP-Header Ihrer Anfrage aus und verwirft die Daten unmittelbar nach der Antwort. Es entsteht kein Log-Eintrag über diesen Vorgang hinaus.