13 Buchstaben tragen einen großen Teil des Internets
Das gesamte Domain Name System stützt sich an der Wurzel auf nur 13 benannte Root-Server-Adressen, von a.root-servers.net bis m.root-servers.net. Das klingt nach einem winzigen Nadelöhr für Milliarden täglicher Anfragen, funktioniert aber, weil hinter jedem dieser 13 Namen über Anycast-Routing hunderte physische Maschinen weltweit verteilt stehen. Fragt Ihr Rechner in Berlin einen Root-Server an, landet er automatisch beim nächstgelegenen Standort, nicht irgendwo in den USA.
Diese Root-Server kennen keine einzelnen Domains, sie wissen nur, welche Server für .de, .com oder andere Endungen zuständig sind. Von dort geht die Anfrage weiter, bis am Ende eine IP-Adresse steht. Genau diese Kette aus Zuständigkeiten macht ein Lookup-Tool sichtbar: Welcher Server antwortet für eine Domain, und mit welchem Wert?
So funktioniert die Abfrage auf dieser Seite
Tragen Sie eine Domain ein, etwa netztools24.de, und wählen Sie den gewünschten Record-Typ. Unser Server stellt eine rekursive Anfrage an einen öffentlichen Resolver und liefert das Ergebnis inklusive TTL (Time-To-Live) zurück. Zwischengespeichert wird bei uns nichts, Sie sehen also den aktuellen Stand und keinen veralteten Cache-Eintrag. Abgefragt werden können A, AAAA, MX, NS, TXT, CNAME, SOA, CAA und SRV.
Welcher Record-Typ wofür steht
- A-Record: verknüpft eine Domain mit einer IPv4-Adresse, zum Beispiel
185.199.108.153. - AAAA-Record: dasselbe Prinzip für IPv6, etwa
2606:4700::6810:85e5. - MX-Record: bestimmt, welcher Server E-Mails für die Domain annimmt. Jeder MX-Eintrag trägt zusätzlich eine Prioritätszahl, niedrigere Werte werden zuerst versucht.
- NS-Record: nennt die Nameserver, die für die Zone autoritativ sind. Üblich sind zwei bis vier Einträge pro Domain.
- TXT-Record: transportiert beliebigen Text. In der Praxis meist SPF (Spamschutz), DKIM (Signatur), DMARC (Mail-Richtlinie) oder Verifizierungscodes von Google und Let's Encrypt.
- CNAME-Record: leitet eine Subdomain auf einen anderen Hostnamen um, häufig
wwwauf den Root-Host. Ein CNAME darf nicht auf den Zone-Apex selbst zeigen, das verbietet der Standard. - SOA-Record: enthält administrative Zonendaten wie Serial, Refresh-Intervall, Retry-Wert und die Admin-Mailadresse.
- CAA-Record: legt fest, welche Zertifizierungsstellen für diese Domain überhaupt SSL-Zertifikate ausstellen dürfen.
TTL: warum zwei Abfragen unterschiedliche Werte liefern können
Jeder Record trägt eine TTL in Sekunden, die angibt, wie lange Resolver das Ergebnis zwischenspeichern dürfen. Üblich sind Werte zwischen 300 (5 Minuten) und 86400 (24 Stunden). Planen Sie eine Migration, senken Sie die TTL vorher deutlich, damit die neue Konfiguration schnell greift. Danach kann sie wieder erhöht werden, das reduziert unnötige DNS-Last.
Wofür Sie das in der Praxis nutzen
- E-Mails, die im Spam landen: Ein TXT-Lookup zeigt sofort, ob SPF, DKIM oder DMARC überhaupt gesetzt sind.
- Migration begleiten: Sie sehen, ob die neuen A- oder AAAA-Werte aus Sicht unseres Servers bereits ausgeliefert werden.
- Neue Subdomain prüfen: Zeigt sie tatsächlich auf den richtigen Cloud-Anbieter?
- CAA als Sicherheitsnetz: Fehlt der Eintrag, kann im Zweifel jede öffentliche CA ein Zertifikat für Ihre Domain ausstellen. Ein Lookup zeigt, ob das Risiko besteht.
Datenschutz und Sicherheit
Die Abfrage läuft serverseitig über unsere Infrastruktur in Deutschland. Angefragte Domains speichern wir nicht dauerhaft, es entstehen keine Nutzerprofile. Nach der Antwort werden die Ergebnisse verworfen.